Einzefall: FPÖ-Eferding


Herr Haimbuchner! Alles in Ordnung in unserem Land?

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Manfred Haimbuchner, Landesparteiobmann der FPÖ OÖ

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Die FPÖ-Jugend verteilte vor Schulen einen  Schülerkalender. Unter der Überschrift  „Zukunft für Österreicher“ wird im Kalender auf die mangelhafte Zuwanderungspolitik verwiesen, die halb Europa in ein Chaos gestürzt habe. Die Fehler der Migrationspolitik beginnen bereits in den 60iger Jahren, so die FPÖ-Jugend, als die Welt, laut  FPÖ-Jugend, noch in Ordnung war und  Österreich noch den Österreichern gehörte.  „Vor uns liegt die große Aufgabe, Österreich wieder den Österreichern zurück zu geben! „, so die „heimattreue“ Jugend. Kurz formuliert: Österreich soll wieder autochton und arisch werden.

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Ausschnitt aus dem RFJ-Kalender „Zukunft für Österreich“

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Die Reaktionen über den Kalender fielen hart aus. So meinte eine Betroffene Mutter: „ Zur Jugendzeit der Großeltern der meisten dieser Kinder war Österreich entweder unter Nazi-Diktatur (das meinen die wohl mit „sauber“) oder völlig zerstört aufgrund der Nazi-Diktatur.“ In den 60ziger Jahren herrschte zwar keine Nazi-Diktatur mehr, aber das Land litt damals noch spürbar unter diesen Auswirkungen.

Michael Raml, der Obmann der FPÖ-Jugend (RFJ), kann diese Aufregung wieder einmal nicht verstehen. „Wir haben uns dabei keine Sekunde etwas Bösartiges gedacht. Das ist eine reine Serviceleistung für Schüler„, sagt er auf Anfrage der OÖN. „Mit dem Text über die `Zukunft für Österreicher` wolle man auf einen `Anstieg der Kriminalität´ hinweisen. Das war früher anders„, betont Raml.

Michael Raml (FPÖ) hat es wieder einmal bewiesen: „Wer FPÖ wählt, wählt Brandgefahr!“

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OÖN

21. September 2018

Schülerkalender der Freiheitlichen Jugend erhitzt die Gemüter

LINZ/EFERDING. Ein Kalender, den die Freiheitliche Jugend Oberösterreich derzeit an Schüler und Lehrlinge im ganzen Land verteilt, wird im Netz heftig kritisiert.

Der speziell für die junge Zielgruppe gestaltete Kalender beinhaltet eine Seite mit dem Titel „Zukunft für Österreich“. Darin machen die Verfasser vom Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) auf die „fehlerhafte Zuwanderungspolitik“ aufmerksam, welche „Österreich und Europa in den Ausnahmezustand gestürzt“, habe. Im zweiten Absatz steht, wie „friedlich, sauber und wohlhabend“ die ältere Generation in ihrer Jugendzeit gelebt haben soll.

Im dritten Absatz wird eine „Fehlentwicklung“ angesprochen: „Kaum jemand ahnte die langfristigen Folgen, als die Politik in den 1960er Jahren Migranten aus fremden Kulturen anlockte“, heißt es. Schließlich appellieren die Freiheitlichen an die jungen Leser: „Vor uns liegt die große Aufgabe, Österreich wieder den Österreichern zurück zu geben!“

Eine OÖN-Leserin machte die Redaktion auf die Verteileraktion im Umfeld einer Schule in Eferding aufmerksam. Die Schuldirektion wurde informiert. Wie die OÖN von den jungen Blauen erfuhren, wird der Kalender an Schüler im ganzen Bundesland ausgeteilt.

Freiheitliche können Aufregung nicht verstehen

Diese Zeilen (den gesamten Text lesen Sie am Ende des Artikels) stoßen in sozialen Netzwerken auf wenig Akzeptanz. RFJ-Landesobmann Michael Raml kann die Aufregung nicht nachvollziehen. „Wir haben uns dabei keine Sekunde etwas Bösartiges gedacht. Das ist eine reine Serviceleistung für Schüler“, sagt er. Mit dem Text über die „Zukunft für Österreicher“ wolle man auf einen „Anstieg der Kriminalität“ hinweisen. „Das war früher anders“, betont Raml.

Auf Facebook und Twitter hat der Kalender hitzige Diskussionen ausgelöst. Hunderte Male wurde der Text am Donnerstag kommentiert. Viele zeigten sich empört. „Das ist ja völlig unfassbar! Mir fehlen die Worte…“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer fragt sich: „Geht’s noch? Zur Jugendzeit der Großeltern der meisten dieser Kinder war Österreich entweder unter Nazi-Diktatur (das meinen die wohl mit „sauber“) oder völlig zerstört AUFGRUND der Nazi-Diktatur.“

„Irre“, „widerlich“ und „entsetzlich“

„Irre“, „widerlich“ und „entsetzlich“ sind noch die freundlicheren Attribute, die dem Text zugeschrieben wurden. Manch einer fühlte sich gar an Rekrutierungsmethoden aus der Nazi-Zeit erinnert, andere sprachen von „Gehirnwäsche“.

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Dieser Text hat zu den Diskussionen geführt:

Zukunft für Österreicher

Ihr seid die erste Generation, die um ihre eigene Heimat und Identität kämpfen muss. Die fehlerhafte Zuwanderungspolitik hat Österreich und Europa in den Ausnahmezustand gestürzt.

Zur Jugendzeit Eurer Eltern und Großeltern war Österreich noch weitgehend friedlich, sauber und wohlhabend. Gewaltverbrechen waren seltene Ausnahmen. Frauen konnten nachts problemlos durch jeden Park gehen. Unsere Sprache, Kultur und Lebensweise waren eine Selbstverständlichkeit.

Kaum jemand ahnte die langfristigen Folgen, als die Politik in den 1960ern Migranten aus fremden Kulturen anlockte. Zuerst kamen die Gastarbeiter, die ihre Familien nachholten. Seit den 1990ern erfolgte die Zuwanderung in die Sozialsysteme, bis schließlich 2015 ein noch nie dagewesener Ansturm von Asylwerbern über Europa hereinbrach.

Wir Freiheitliche waren von Anfang an Kritiker dieser Fehlentwicklung. Die Zeit hat uns Recht gegeben: 2017 erreichten wir Regierungsverantwortung, die Multikulti-Parteien erlitten eine schwere Niederlage. Vor uns liegt die große Aufgabe, Österreich wieder den Österreichern zurück zu geben! Daher versammeln wir die patriotische Jugend in der Freiheitlichen Jugend.

Quelle: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Schuelerkalender-der-Freiheitlichen-Jugend-erhitzt-die-Gemueter;art4,3012773 

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ORF

21. September 2018

Aufregung um Kalender des RFJ

Aufregung gibt es um einen Kalender des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ), der an Schüler und Lehrlinge verteilt wird. Unter dem Titel „Zukunft für Österreich“ wird über „fehlerhafte Zuwanderungspolitik“ geschrieben, die zu einem Ausnahmezustand geführt habe.

Das habe schon in den 60er Jahren begonnen, als man „Migranten aus fremden Kulturen anlockte“. Zum Schluss steht die Forderung, Österreich wieder den Österreichern zurückzugeben.

„In Schulen derzeit kein Thema“

Das Büro des Bildungsdirektors weiß von einer Verteilaktion nur in der Nähe von Schulen in Eferding. Die Direktoren seien bereits sowohl über den Umlauf des Druckwerks informiert worden als auch nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass politische Werbung an Schulen unzulässig ist, hieß es weiters aus dem Büro von Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Laut Rückmeldung sei jene Broschüre aber in den Schulen derzeit kein Thema.

Für FPÖ nur „Sturm im Wasserglas“

Als „Sturm im Wasserglas“ bezeichnet Michael Raml, blauer Bundesrat und Landesobmann der Freiheitlichen Jugend, die Aufregung um die Verteilaktion. Es sei verständlich, dass sich die Jugend „Sorgen um die Zukunft ihrer Heimat macht“, verteidigt er den Text. Die Freiheitliche Jugend habe im Kalender „schlicht die Entwicklung der Lebensumstände in den letzten Jahrzehnten beschrieben“.

Gleichzeitig holte Raml in der schriftlichen Stellungnahme zum Gegenschlag aus: „Linke Jugendorganisationen, die seit Jahren fragwürdige Anleitungen zum Jointdrehen und Kalender mit linksextremistischen Inhalten vor Schulen verteilen, haben keine Monopolstellung betreffend Information von jungen Menschen.“

„Rechte Hetze hat vor Schulen nichts zu suchen“

Die Grüne Landessprecherin Maria Buchmayr forderte in einer Presseaussendung am Freitag FPÖ-Landeschef und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner auf, diese Aktionen des FPÖ-Nachwuchses umgehend zu stoppen. Vor den Schulen habe „rechte Hetze nichts zu suchen“.

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