Milorad Dodik: ein Freund der FPÖ


Die FPÖ betreibt Außenpolitik zum Schaden Österreichs. Es gibt einige Gründe, warum die FPÖ die Nähe zur Republika Srpska sucht, wohl auch pekuniäre. Den Wählern der FPÖ ist das offenbar egal, ihnen fehlt der Durchblick.

Serbien FPÖ Kopfb!

Milorad Dodik (SNDS) führt die Republik Srpska (RS) autokratisch. Er stellte wiederholt die Existenz von Bosnien und Herzegowina in Frage.  Das führt zu erheblichen athmosphärischen Spannungen mit den anderen Landesteile des Staates Bosnien-Herzegowina, der Bosnier und Kroaten.  Am 14. Mai 2016 kam es in Banja Luka zu einer Demonstration der Opposition gegen Milorad Dodik, die ihm massive Korruption und ein Versagen der Wirtschaft vorwirft. Ganz Banja Luka, das zum serbischen Teil von Bosnien Herzegowina gehört, stand an diesem Tag still. Dodik organisierte eine Gegendemonstration und lud die FPÖ-Politiker Harald Vilimsky und Johann Gudenus ein. Sie marschierten gleichauf für Dodik mit dem Sohn des Kriegsverbrechers Ratko Mladic, dem das Massaker von Srebenica angelastet wird. Während des Präsidentschaftswahlkampfes ließ die FPÖ aus Kostengründen Wahlplakate in Sarajevo drucken mit der Aufschrift: „Aufstehen für Österreich – Deine Heimat braucht dich jetzt“. Wenige Wochen später lud Detlef Wimmer (FPÖPolitiker der SNDS in seiner Eigenschaft als Vizebürgermeister nach Linz ein und warb für wirtschaftliche Beziehungen mit Banja Luka, einem Gewerbegebiet, dass im Einflussbereich von Milorad Dodik stehen soll.

Nun will Milorad Dodik zur Amtseinführung Trumps geladen sein. Aber die USA verweigern ihm ein Diplomatenvisums. Wird  Dodik neuerlich die Hilfe der FPÖ in Anspruch nehmen, die sich öffentlich rühmt gute Beziehungen zur Trump-Administration zu haben, genauer genommen zu Breitbart-Chef Bannon, den Trump als Kampagnenmanger in sein Team holte, just jener Stephen Bannon der schon Monate zuvor lobende Artikel über die Identitären Österreichs verbreitete, die der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft.

 

Die Presse schreibt in ihrer heutigen Printausgabe folgendes
29. Dezember 2016

Dodik, Trump und eine angebliche Einladung

Milorad Dodik will zu Amtseinführung Trumps geladen sein. Aber er erhält kein Diplomatenvisum.

 (Die Presse)

Belgrad/Banja Luka. Eine vermeintliche Einladung aus dem fernen Washington beschäftigt in Bosnien die Gemüter. Milorad Dodik, Präsident des Landesteiles Republika Srpska (RS), behauptet fest, von Donald Trumps Team zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten eingeladen worden zu sein. Doch es gibt daran Zweifel. Der bosnisch-serbische Politiker habe keine offizielle Einladung der US-Regierung erhalten, sondern den Medien nur die Einladung zu der Veranstaltung eines von ihm bezahlten Lobbyisten in einem Hotel in Washington präsentiert, behauptet Bosniens Außenminister, Igor Crnadak.

Bislang hatte der geschäftstüchtige Strippenzieher Dodik in dem labilen Vielvölkerstaat als ein Mann Moskaus gegolten: Wie die EU hatten auch die USA dem nationalistischen Poltergeist bisher stets seine sezessionistischen Neigungen vorgeworfen und ihn als eines der größten Hindernisse für Bosniens EU-Annäherung kritisiert. Die Spekulationen über einen Kurswechsel in der Balkan-Politik Washingtons erwiesen sich zumindest vorläufig auch als voreilig: Die US-Botschaft in Sarajewo lehnte die Ausgabe eines Diplomatenvisums für Dodik in dieser Woche kurzerhand ab, da er nicht als Vertreter von Bosnien und Herzegowina zu den Feierlichkeiten nach Washington fahre.

Die US-Botschafterin in Sarajewo werde ohnehin bald ihre „Koffer packen“ müssen, schäumte der serbische Politiker, der sich nun um ein gewöhnliches US-Visum bemühen will. Presseberichten, wonach Dodik nur eine Eintrittskarte zu einem Ball unter Schirmherrschaft des neuen US-Präsidenten erworben habe, tritt derweil Obrad Kesić, der Chef der ständigen Vertretung der Republika Srpska in Washington, entgegen: Außer den Botschaftern aller in den USA vertretenen Staaten seien rund 20 Persönlichkeiten aus der internationalen Gemeinschaft eingeladen worden, mit denen das Team um Trump „bessere Beziehungen“ schaffen wolle, darunter der britische EU-Gegner Nigel Farage – und Milorad Dodik.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 29.12.2016)

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5140255/Dodik-Trump-und-eine-angebliche-Einladung?from=suche.intern.portal


Link
Dahamist
Milorad Dodik
http://www.dahamist.at/?s=dodik

Profil
Rechte Allianzen: Was hat Trump mit den Identitären zu tun?
http://www.profil.at/oesterreich/rechte-allianzen-was-trump-identitaeren-7557676

unzensuriert.at: Wie die FPÖ-nahe Site systematisch Stimmung macht
http://www.profil.at/oesterreich/wie-fpoe-site-unzensuriertat-stimmung-7709776

Kosmo.at
FPÖ lässt Wahlplakate in Sarajevo drucken
http://www.kosmo.at/fpoe-liess-plakate-guenstig-in-bosnien-herzegowina-drucken/


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