Rechtsextremer Kongress 2017 abgesagt


Rechtsextremer Kongress der Verteidiger Europas, der am 30. September 2017 wieder in den Redoutensälen in Linz stattfinden  sollte, wurde auf Frühjahr 2018 verschoben. Der Anmelder der Veranstaltung der Linzer Stadtrat Markus Hain (FPÖ), gab auf Anfrage keine Stellungnahme ab. Die Verschiebung des Kongresses dürfte jedoch in Verbindung mit den vorgezogenen Nationalratswahlen stehen.

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Redoutensäle Linz

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Auszug aus Medienberichte

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15. März 2017
Info-Direkt (Auszug aus dem Artikel)   „alternatives Medium“

Neuer Termin steht fest

Kongress „Verteidiger Europas 2017“ – Wir kommen wieder!

Abschließend die wohl wichtigste Nachricht dieses Beitrags: Der Kongress „Verteidiger Europas“ wird am Samstag, den 30. September 2017 erneut stattfinden. Mit dabei sind auch dieses Jahr wieder die Medienpartner Unzensuriert.at und Info-DIREKT. Als weiterer Unterstützer konnte zudem die Plattform EinProzent gewonnen werden. Zahlreiche Aussteller des Vorjahres haben auch für 2017 wieder ihr Kommen zugesagt und es erwarten die Gäste zudem einige neue Überraschungen. Auch 2017 werden seitens des Veranstalters, der akademischen Burschenschaft Arminia Czernowitz, keine Kosten und Mühen gescheut, um den Besuchern wieder ein unvergleichliches Erlebnis bieten zu können.


hxxp://info-direkt.eu/2017/03/15/kongress-verteidiger-europas-2017-wir-kommen-wieder/


22. April 2017
„Die Presse“

Rechter Kongress: „Verteidiger Europas“ wollen erneut in Linz tagen

Der rechte Kongress „Verteidiger Europas“ in den Redoutensälen hat 2016 für heftige Proteste gesorgt. Heuer soll es eine Neuauflage geben.

Der rechte Kongress „Verteidiger Europas“ in den Redoutensälen des Landes Oberösterreich hat im Oktober 2016 in Linz für heftige Proteste, Gegendemos und ein Großaufgebot der Polizei gesorgt. Wie die Tageszeitung „Österreich“ am Samstag berichtete, soll das Event nun wiederholt werden. Die Veranstalter kündigen im Internet eine Neuaustragung des Kongresses für den 30. September an.

„Erneut kommen jene im oberösterreichischen Linz zusammen, die an einem Europa der gewachsenen Kulturen und indigenen Völker festhalten wollen“, heißt es im Internet in einer Grundsatzerklärung unter http://verteidiger-europas.at. Ein Veranstaltungsort wird noch nicht genannt.

Die SPÖ will laut „Österreich“ den Kongress am Montag in der Regierung thematisieren. Für Parteimanagerin Bettina Stadlbauer sei es die erste Nagelprobe für den neuen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP): „Es wird interessant, wie er sich positioniert“, sagte sie zur Zeitung.

(APA)

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5205230/Rechter-Kongress_Verteidiger-Europas-wollen-erneut-in-Linz-tagen

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22. April 2017
„OÖ Nachrichten /APA“

Rechter Kongress in Linz: Neuauflage angekündigt

LINZ. Der rechte Kongress „Verteidiger Europas“ in den Redoutensälen des Landes Oberösterreich hat im Oktober 2016 in Linz für heftige Proteste, Gegendemos und ein Großaufgebot der Polizei gesorgt.

Laut Medienberichten soll das Event nun wiederholt werden. Die Veranstalter kündigen im Internet eine Neuaustragung des Kongresses für den 30. September an.

„Erneut kommen jene im oberösterreichischen Linz zusammen, die an einem Europa der gewachsenen Kulturen und indigenen Völker festhalten wollen“, heißt es im Internet in einer Grundsatzerklärung unter http://verteidiger-europas.at. Ein Veranstaltungsort wird noch nicht genannt.

Die SPÖ will laut „Österreich“ den Kongress am Montag in der Regierung thematisieren. Für Parteimanagerin Bettina Stadlbauer sei es die erste Nagelprobe für den neuen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP): „Es wird interessant, wie er sich positioniert“, sagte sie.

Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Rechter-Kongress-in-Linz-Neuauflage-angekuendigt;art4,2547116

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24. April 2017
„unzensuriert.at“

Verteiger Europas 2017: Mainstream macht schon kräftig Werbung für Patrioten-Kongress in Linz
 Der patriotische Kongress „Verteidiger Europas“, erstmals vergangenen Oktober in Linz von unzensuriert mitorganisiert, wühlte die österreichische Medien- wie Politlandschaft gehörig auf. Rund 600 Besucher füllten die Linzer Redoutensäle bis auf den letzten Platz. Am 30. September 2017 wird der höchst erfolgreiche Kongress wieder veranstaltet. Unzensuriert fungiert erneut als Medienpartner.

Mainstream-Medien schüren neue Panik und machen kräftig Werbung

Und wieder sind es allen voran die Mainstream-Medien, die im Vorjahr aufgrund ihrer tendenziösen und hetzerischen Vorfeld-Berichterstattung bewusst ausgeladen wurden, die erneut (unbewusst?) Werbung für den Kongress machen. So titelt dieKronen Zeitung alarmierend: „Kommt rechter Kongress erneut nach Linz?“, Heute schreibt: „Rechten-Kongress soll auch 2017 stattfinden“ und der rosa Standard berichtet: „Rechter Kongress in Linz soll heuer nochmals stattfinden“. Auch der ORF berichtete auf seiner Online-Plattform: „Wieder rechter Kongress in Linz angekündigt“.

Im Vorjahr musste der Vorverkauf wegen der Mainstream-Berichterstattung vorzeitig abgebrochen werden. Angesichts des frühen Wirbels in diesem Jahr empfiehlt es sich daher, sich die Karten besonders zeitig zu sichern.

SPÖ und Grüne wollen erneut Zensur ausüben

Erneut für ein Verbot des Kongresses sprechen sich SPÖ und Grüne aus. Bettina Stadlbauer (SPÖ) sieht die „erste Nagelprobe“ für den neuen ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer. Man werde sehen, „wie er sich positioniert“. Die Landessprecherin der Grünen in Oberösterreich, Maria Buchmayr, spricht in einer Presseaussendung von einer Vernetzung „fragwürdiger Internetplattformen und Zeitschriften, deren Ziel nicht Information und Diskussion, sondern die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen, Angstmache und Diffamierungen ist.“

Zudem beweint Buchmayr den Ausschluss der Mainstream-Presse und fordert Landeshauptmann Stelzer auf, den Kongress zu verbieten. Ohne Verbot bestünde für die Grüne eine „Gefahr für unsere demokratischen Grundwerte“.

Liefert Kern Pizza zum Kongress?

Mit Spannung erwarten die Organisatoren natürlich auch das neuerliche Statement von Bundeskanzler, und neuerdings auch Pizza-Lieferant, Christian Kern (SPÖ). Während in den Redoutensälen friedlich referiert wurde, demonstrierten in Linz im Vorjahr hunderte gewaltbereite Linksextremisten gegen den Kongress, denen Kern auf Facebook freudig eine Grußbotschaft zukommen ließ. Da die Grußworte aber selbst bei seinen linksextremen Genossen nur mäßig ankamen („Kern ist Kapitalist“ etc), bieten wir dem Kanzler an, diesmal lieber für die Kulinarik beim Kongress zu sorgen und ein paar Pizzen vorbeizubringen.

Quelle: https://www.unzensuriert.at/content/0023826-Verteiger-Europas-2017-Mainstream-macht-schon-kraeftig-Werbung-fuer-Patrioten

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27. Mai 2017
OÖ Nachrichten

von Markus Staudinger

„Verteidiger Europas“ sagen rechten Kongress in Linz ab

LINZ. Keine Neuauflage der umstrittenen Veranstaltung am 30. September: Die zeitliche Nähe zur Wahl dürfte ein Grund für die Absage sein. Neuer Termin für Frühjahr 2018 angekündigt.

Die Veranstaltung hat im Oktober des Vorjahres gehörigen Wirbel ausgelöst.

In den Linzer Redoutensälen – den Prunksälen des Landes Oberösterreich – tagten unter dem Titel „Verteidiger Europas“ rechte bis rechtsextreme Vereine und Gruppierungen. Medien – abseits von rechten Publikationen – waren ausdrücklich nicht erwünscht. Unter den Referenten des Kongresses war auch FP-Generalsekretär Herbert Kickl. In der Linzer Innenstadt demonstrierten rund 1800 Personen gegen den Kongress.

Am 30. September sollte heuer eine Neuauflage der Veranstaltung stattfinden. Daraus wird nun aber nichts. Die Veranstalter – darunter die Linzer Burschenschaft Arminia Czernowitz – haben den Kongress abgesagt, wie die OÖNachrichten aus verlässlicher Quelle erfahren haben.

Die Veranstalter bestätigten heute den OÖN-Exklusivbericht. Auf einer ihrer Internetseiten wird ein neuer Termin für Frühjahr 2018 angekündigt. Nach einem neuen Austragungsort für den Kongress werde noch gesucht, heißt es weiters.

Ein Grund dafür ist die Nationalsratswahl am 15. Oktober. „Organisatorisch“ sei ein solcher Kongress in einem Wahljahr schwer zu bewerkstelligen, heißt es aus dem Umkreis der Veranstalter.

Tatsächlich aber dürften maßgebliche Teile der FPÖ froh sein, dass der Kongress nicht stattfindet. Zwei Wochen vor der Nationalratswahl in einem Fahrwasser mit den „Verteidigern Europas“ unterwegs zu sein, hätte auf manche Wähler wohl einen abschreckenden Effekt. Zu einem Auftritt freiheitlicher Politiker wäre es heuer zwangsläufig gekommen – selbst wenn Generalsekretär Herbert Kickl auf ein Referat verzichtet hätte.

Schließlich sollten Kongress und das 140. Stiftungsfest der Burschenschaft Arminia Czernowitz gemeinsam stattfinden. In der Linzer FPÖ ist die Arminia Czernowitz stark vertreten. Mitglieder sind unter anderem der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer und Verkehrsstadtrat Markus Hein.

Ob und in welcher Form das Stiftungsfest stattfindet, sei noch offen, wurde den OÖNachrichten auf Anfrage aus der Burschenschaft mitgeteilt. Darüber hinaus wollte man sich nicht zur Absage äußern.

 Gegen „Verdrängung“

„Der erste österreichische Kongress gegen die ethnokulturelle Verdrängung der europäischen Völker“: So warben die Veranstalter im Vorjahr für den Kongress. Teilnehmer waren Organisationen, die man zur „Neuen Rechten“ in Europa zählt. Unter den Ausstellern waren beispielsweise die Zeitschriften „Blaue Narzisse“, „Compact“ und „Sezession“. Angekündigt war auch die „Identitäre Bewegung“.

Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/landespolitik/Verteidiger-Europas-sagen-rechten-Kongress-in-Linz-ab;art383,2579638

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27. Mai 2017
Info-Direkt   „alternatives Medium“

Kongress soll nicht instrumentalisiert werden

„2. Kongress Verteidiger Europas“ findet im Frühjahr 2018 statt

Der für 30. September geplante „2. Kongress Verteidiger Europas“ wird nun im Frühjahr 2018 stattfinden. Grund für die Verschiebung sind die vorgezogenen Nationalratswahlen im Oktober in Österreich.

Der „Kongress Verteidiger Europa“ ist keine parteipolitische Veranstaltungen. Die Inhalte des Kongresses sollen nicht durch Tagespolitik und Wahlkampfgetöse überlagert werden. Durch die vorgezogenen Nationalratswahlen besteht die Gefahr, dass der Kongress für parteistrategische Spielchen missbraucht wird. Mit der Verschiebung des Kongresses will der Veranstalter solchen Bestrebungen zuvor kommen.

Zudem ist Nachfrage an Kongresskarten bereits Monate vor dem ursprünglich geplanten Veranstaltungstermin so hoch, dass die vorgesehenen Veranstaltungsräumlichkeiten im Linzer Zentrum dem Besucherandrang nicht gerecht geworden wären.

Der „2. Kongress Verteidiger Europas“ findet im Frühjahr 2018 statt – größer und besser als das diesen Herbst möglich gewesen wäre. Der neue Termin wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

Quelle: http://info-direkt.eu/2017/05/27/2-kongress-verteidiger-europas-findet-im-fruehjahr-2018-statt/

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29. Mai 2017
„Stopptdierechten“

Rechtsextremer Kongress wegen Wahl verschoben
Ganz lieb sind die Organisatoren des für den 30. September 2017 angekündigten rechtsextremen Kongresses in Linz zur FPÖ. Weil mittlerweile für den 15. Oktober die Nationalratswahl vereinbart wurde und für die FPÖ so knapp vor der Wahl ein Kongress von Rechtsextremen mit besten Verbindungen zur FPÖ nicht unbedingt ein Burner wäre, haben sich die Veranstalter zur Verschiebung entschlossen.Auf der offiziellen Kongress-Seite ist noch nichts von der Verschiebung zu bemerken, aber die Kameraden von „Info-Direkt“ verkünden schon die Botschaft. „Die Inhalte des Kongresses sollen nicht durch Tagespolitik und Wahlkampfgetöse überlagert werden. Durch die vorgezogenen Nationalratswahlen besteht die Gefahr, dass der Kongress für parteistrategische Spielchen missbraucht wird“ , heißt es da kryptisch.

Info-Direkt verkündet (samt Logo der Veranstalter) bereits die Verschiebung auf Frühjahr 2018, die eigentliche Konferenz-Homepage informiert noch über den Termin im Herbst.

Parteistrategische Spielchen“ – von wem? Wenn jemand „Spielchen“ aufführt, dann ist das die FPÖ. Der Kongress der selbsternannten Verteidiger der „indigenen Völker“ und „gewachsenen Kulturen“ Europas ist – so wie seine Medienpartner „Info-Direkt“ und „unzensuriert.at“ – fest im Griff der FPÖ. Der „Verein für Meinungsfreiheit und unabhängige Publizistik“, der „Info-Direkt“ herausgibt und auch das Impressum für die offizielle Kongress-Webseite liefert, wird von dem Funktionär der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM), Karl Winkler, geleitet. Die rechtsextreme ÖLM ist genauso im engsten Umfeld der FPÖ zu verorten wie „Info-Direkt“ und – noch deutlicher – „unzensuriert.at“, die als „Medienpartner“ des Kongresses firmieren. Der Linzer FPÖ-Stadtrat Markus Hein hat – so „profil“ vom 29.5.2017 – um die Genehmigung angesucht, dass der Kongress – wie im Vorjahr – in den Redoutensälen stattfinden kann. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, der im Vorjahr als Redner noch den Aufputz für den Kongress hergegeben hat, will heuer gar nichts mehr vom Kongress wissen. „Profil“ zitiert ihn mit der Bemerkung, dass es „jenseits meines Interessensbereichs“ liege, ob der Kongress im September stattfinde oder nicht. Das klingt jedenfalls nicht nett und daher liegt „profil“ mit seiner Mutmaßung, dass „ein von Proteststürmen begleiteter Aufmarsch von Burschenschaftern und rechten Recken aus ganz Europa“ nicht in das Wahlkampfkonzept Kickls und der FPÖ passe, vermutlich nicht daneben.

Vielleicht aber war es einfach die Unfähigkeit der Veranstalter? Dem Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) konnten oder wollten sie jedenfalls weder ein Programm noch die Rednerliste für den Herbst-Kongress vorlegen. Im Frühjahr 2018 soll der Kongress jetzt stattfinden: „größer und besser als das diesen Herbst möglich gewesen wäre“, versucht „Info-Direkt“ die Pleite schönzureden.

Dabei wären wir wirklich sehr daran interessiert, von den Veranstaltern noch vor der Wahl zu erfahren, was für sie in Europa ein „indigenes Volk“ darstellt, das sie trotz Verschiebung ganz dringend verteidigen wollen.

Quelle: https://www.stopptdierechten.at/2017/05/29/rechtsextremer-kongress-wegen-wahl-verschoben/

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29. Mai 2017
„profil“

Nicht nur kein Aufsehen

Auf der Webseite werden  noch immer die Tage, Stunden und Sekunde bis zum „Kongress der Verteidiger Europas“ am 30. September in Linz gezählt.

Vergangenes Jahr fand dieses Treffen erstmals statt; neurechte Medien aus dem deutschsprachigen Raum trafen sich zu Leistungsschau und Strategieabgleich. Aus FPÖ-Kreisen ist nun zu vernehmen, das das Treffen heuer abgesagt wird.  Begründung: die zeitliche Nähe zur Nationalratswahl  am 15. Oktober  2017. Einer der Festredner im vergangenen Jahr war FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Er will seine Partei im Wahlkampf als verlässliche  der Mitte positionieren. Ein von Proteststürmen begleiteter Aufmarsch von Burschenschaftern und rechten Recken aus ganz Europa passt  daher wohl nicht ins Konzept.

Kickl sagt nur: „Ich bin weder eingeladen, noch habe ich zugesagt, dort zu reden.“  Ob der Kongress stattfinde, liege „jenseits meines Interessensbereiches“.

Der Linzer FPÖ-Stadtrat Markus Hein hatte zunächst um eine Genehmigung angesucht, damit der Kongress wieder in den Redoutensälen stattfinden kann. ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer bat um Programm und Rednerliste. Beides traf bis dato nicht ein. Hein und einer der Veranstalter, das FPÖ-nahe Online-Portal „unzensuriert.at“ waren für eine  Stellungnahme nicht erreichbar.

Quelle:  profil-print; Ausgabe „profil“ 22 vom 29. Mai 2017

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