Haft für ExPolizisten und AUF-Funktionär


Ein ehemaliger Polizist (42), der in Tirol auch Funktionär der FPÖnahen Gewerkschaft AUF  war, wurde am Donnerstag den 13. April 2017 von einem Geschworenengericht in Innsbruck zu 9 Jahren Haft wegen versuchter Anstiftung zum Mord verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weshalb weiterhin die Unschuldsvermutung gilt. Seine Lebensgefährtin fasste 6 Monate Freiheitsstrafe aus.

Schon im Vorfeld kam es zu Verurteilungen des Angeklagten  wegen Suchtgifthandels und weiterer strafrechtlicher Tatbestände. Über diese Verfahren kann nachgelesen werden.

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justiz-kopf

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„Tiroler Tageszeitung“
http://www.tt.com/panorama/verbrechen/12698158-91/prozess-um-mordauftrag-von-ex-polizist.csp
13.04.2017

Prozess um Mordauftrag von Tiroler Ex-Polizist

Ein ehemaliger Polizist und Betreiber einer mittlerweile aufgelösten Tiroler Security-Firma ist wegen versuchter Bestimmung zum Mord angeklagt.

>Der 44-jährige Tiroler vor seiner Verurteilung im Drogenprozess im Herbst.

Innsbruck – Am 13. April wird es im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes zu einem der spektakulärsten Prozesse der letzten Zeit kommen. Angeklagt ist ein ehemaliger Polizist und Betreiber einer mittlerweile aufgelösten Tiroler Security-Firma wegen versuchter Bestimmung zum Mord.

Staatsanwalt Hansjörg Mayr auf Anfrage der TT: „Dem Mann wird vorgeworfen, versucht zu haben, einen russischen Mitarbeiter seiner Sicherheitsfirma dazu zu überreden, für einen Lohn von 5000 Euro den ehemaligen Lebensgefährten seiner Lebensgefährtin zu töten.“ Hintergrund der Anstiftung könnte ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. Außerdem soll der Angeklagte den Russen und einen weiteren Mitarbeiter beauftragt haben, gegen Belohnung seinen Ex-Geschäftspartner und einen Türsteher zu verprügeln. Staatsanwalt Mayr: „Offenbar sah der Angeklagte in diesen beiden Männern Geschäftskonkurrenten. Auch den Pkw seines Geschäftspartners wollte der Angeklagte nach Zeugenaussagen in die Luft sprengen lassen.“

Die beiden russischen Mitarbeiter kamen den Aufträgen aber nicht nach – die TT berichtete. Im Gegenteil: Einer erzählte einem potenziellen Opfer vom Auftrag. Die Anklage richtet sich übrigens auch gegen die Lebensgefährtin des Angeklagten. Auch sie soll einen der Mitarbeiter ersucht haben, den ehemaligen Geschäftspartner des Hauptangeklagten schwer zu verletzen und dessen Auto in die Luft zu sprengen. Der Tatverdacht gründet sich vor allem auf die Angaben der beiden russischen Ex-Mitarbeiter des Hauptangeklagten. Beide Angeklagten bestreiten den Tatverdacht und sehen in den Vorwürfen eine Racheaktion. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Bei anklagekonformer Verurteilung drohen jedoch lebenslange Haft für den 44-Jährigen und bis fünf Jahre Haft für die Frau. Bereits in der Vergangenheit hatte der Ex-Polizist immer wieder für Aufsehen gesorgt. Zuletzt war er Ende 2015 wegen Drogengeschäften in seiner Security-Firma zusammen mit seiner Lebensgefährtin aufgeflogen. Am Landesgericht ergingen dafür im November zwei Jahre Haft über ihn und 18 Monate über die Partnerin. (fell)

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„Der Standard“

Tiroler Expolizist wegen Anstiftung zum Mord zu neun Jahren verurteilt

http://derstandard.at/2000055942536/Tiroler-Ex-Polizist-wegen-Mord-Anstiftung-zu-neun-Jahren-verurteilt
13. April 2017, 21:27
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Urteil vorerst nicht rechtskräftig – Lebensgefährtin zu sechs Monate Haft verurteilt

Innsbruck – Ein ehemaliger Tiroler Polizist ist am Donnerstagabend am Innsbrucker Landesgericht wegen versuchter Anstiftung zum Mord zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Geschworenengericht sah es als erwiesen an, dass er einem Mitarbeiter seiner Sicherheitsfirma 5.000 Euro für die Ermordung des Exfreundes seiner Lebensgefährtin geboten haben soll. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Zudem wurde der 44-Jährige wegen absichtlich schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung verurteilt. Er soll seinen Mitarbeiter auch versucht haben anzustiften, einen ehemaligen Geschäftspartner sowie einen Kollegen zu verprügeln und das Auto des Geschäftsfreundes anzuzünden. Die mitangeklagte Lebensgefährtin fasste sechs Monate Freiheitsstrafe aus. Sie soll wie ihr Lebensgefährte ebenfalls den Mitarbeiter ersucht haben, den ehemaligen Geschäftspartner des früheren Polizisten zu verprügeln und sein Auto zu verbrennen. (APA, 13.4.2017) –

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„Heute“

9 Jahre Haft für Ex-Polizisten in Tirol

Schon für Drogenhandel hat ein Tiroler Ex-Polizist zwei Jahre Haft bekommen, nun kommen neun Jahre für die Anstiftung zum Mord dazu.
http://www.heute.at/oesterreich/tirol/story/44451153
14. April 2017

Am Donnerstag ging der zweite Prozess gegen einen Ex-Polizisten und Ex-Chef einer Security-Firma zu Ende. Für den Drogenhandel, den er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin aufzog, bekam er bereits im November das Urteil: Zwei Jahre Haft.

Nun wurde den beiden wegen Anstiftung zum Mord in Innsbruck der Prozess gemacht. Der 44-jährige Ex-Polizist mit Drogenproblem hatte nach seinem Abgang bei der Polizei die Security-Firma gegründet, in der bald auch Drogen geschmuggelt wurden.

Mitarbeiter weggeschnappt
Einer seiner Mitarbeiter „stürzte“ den Chef, indem er ihn wegen der Drogen anzeigte. Der Ex-Polizist wurde verhaftet, die Mitarbeiter seiner Firma gingen allesamt in die neu gegründete Firma jenen Mannes, der ihn „verpfiffen“ hatte.

Das löste unbändigen Hass beim Ex-Polizisten aus. Er machte mit seiner Firma weiter, lies aber immer öfter hasserfüllte Kommentare über den „Verräter“ los. Auch seine Freundin, ebenfalls drogensüchtig, soll die neuen Mitarbeiter dazu angestiftet haben, das Auto des Ex-Mitarbeiters (des „Verräters“) anzuzünden und ihn zu verprügeln.

Hass auf Konkurrenten
Der „Verräter“ und neue Security-Konkurrent war einer der Zeugen, die am Donnerstag aussagten. Auch zwei Mitarbeiter des Ex-Polizisten, die er zum Mord angestiftet haben soll, sagten gegen ihn aus. Sie warnten das Opfer, bevor es zu spät war.

Der Ex-Polizist habe seine Untergebenen aufgefordert, den Wagen seines Konkurrenten „zur Explosion“ zu bringen. „Ich sagte darauf, dass er mir doch als Ex-Polizist so etwas nicht anschaffen könne. Darauf hat er geantwortet, dass das Gesetz nicht alles löse könne!“, sagte ein Zeuge vor Gericht.

Beine brechen, lynchen
Der Ex-Polizist hat laut Zeugenaussagen auch davon gesprochen, seinem Konkurrenten die Beine brechen zu wollen. Doch nicht nur auf seinen Konkurrenten hatte der 44-Jährige einen unbändigen Hass, auch der frühere Mann seiner Lebensgefährtin, mit dem es Sorgerechtsstreitigkeiten gab, sollte sterben.

Diese Person sollte „eliminiert“ werden. „Es war die Rede davon, dass er sterben solle. Beispielsweise hätten ihn sogar Marokkaner lynchen sollen. Ja, das hat er gesagt und mir dafür einen Betrag von 5.000 Euro genannt.“, so ein Zeuge.

Schlussplädoyer
Der Verteidiger fragte den Zeugen beim Prozess, warum er das nicht schon vorher angezeigt habe. Dieser: „Wem hätte man geglaubt: mir oder einem Ex-Polizisten?“ Verräterische Telefonate und stimmige Aussagen bewegten Staatsanwalt Thomas Willam trotzdem dazu, den Geschworenen eine Verurteilung zu empfehlen.

Obwohl die beiden Angeklagten alles leugneten und ein Komplott ihres Konkurrenten orteten, waren sechs der acht Geschworenen von der Schuld der beiden überzeugt.

Der Ex-Polizist fasste zusätzlich zu seinen 2 Jahren Haft für Drogenhandel noch neun Jahre Haft für die Anstiftung zum Mord aus. Auch seine Lebensgefährtin muss ins Gefängnis: Sie bekam im Drogenprozess 18 Monate, nun nochmals sechs Monate dazu.

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„Krone“

Anstiftung zum Mord

http://www.krone.at/oesterreich/tiroler-ex-polizist-zu-neun-jahren-haft-verurteilt-anstiftung-zum-mord-story-564581
13.04.2017, 21:36

Ein ehemaliger Tiroler Polizist (44) ist am Donnerstagabend am Innsbrucker Landesgericht wegen versuchter Anstiftung zum Mord zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Geschworenengericht sah es als erwiesen an, dass er einem Mitarbeiter seiner Sicherheitsfirma 5000 Euro für die Ermordung des Ex-Freundes seiner Lebensgefährtin geboten haben soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der 44-Jährige legte Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde ein.

Zudem wurde der 44-Jährige wegen absichtlich schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung verurteilt. Er soll auch versucht haben, seinen Mitarbeiter dazu anzustiften, einen ehemaligen Geschäftspartner sowie einen Kollegen zu verprügeln und das Auto des Geschäftsfreundes anzuzünden.

Lebensgefährtin zu sechs Monaten Haft verurteilt

Die mitangeklagte Lebensgefährtin fasste sechs Monate Freiheitsstrafe aus. Sie soll wie ihr Lebensgefährte den Mitarbeiter ersucht haben, den ehemaligen Geschäftspartner des früheren Polizisten zu verprügeln und sein Auto in Brand zu setzen.

Hinsichtlich der versuchten Anstiftung zum Mord plädierten sechs Geschworene auf schuldig, zwei auf unschuldig. Bei den anderen Taten waren alle Geschworenen von der Schuld des Ex-Polizisten überzeugt. Erschwerend seien unter anderem das Zusammenkommen mehrerer Verbrechen sowie der lange Tatzeitraum gewesen, erklärte Richter Norbert Hofer in seiner Urteilsbegründung.

Ex-Polizist spricht von „Verschwörung“

Der Ex-Polizist hatte sich nicht schuldig bekannt. Er sah eine „Verschwörung“, die ihn belastenden beiden Tschetschenen sowie sein Ex-Geschäftspartner würden „irgendetwas erfinden“, so der 44-Jährige. Der ehemalige Geschäftspartner würde ihn „so lange wie möglich im Gefängnis“ sehen wollen, um auf diese Weise einen Konkurrenten zu „beseitigen“.

Tschetschene belastete Hauptangeklagten schwer

Im Prozess war der Hauptangeklagte von dem früheren Mitarbeiter seiner Sicherheitsfirma, einem Tschetschenen, schwer belastet worden. Der 44-Jährige habe zu ihm gesagt, dass der ehemalige Lebensgefährte seiner Freundin „sterben soll“, „wegmuss“, sagte der Zeuge. Es seien ihm 5000 Euro dafür geboten worden, die Tat selbst zu begehen oder jemanden dafür zu finden, so der Tschetschene. Er habe jedoch nicht eingewilligt und gesagt, er wolle dies nicht tun bzw. sei kein Mörder, sagte der Zeuge vor dem Geschworenengericht aus. Auch ein Sorgerechtsstreit zwischen dem Ex-Lebensgefährten und der Freundin des ehemaligen Polizisten sei in der Unterhaltung zur Sprache gekommen.

Weiters sei er von dem Jährigen und seiner Freundin dazu angestiftet worden, den ehemaligen Geschäftspartner schwer zu verletzen und dessen Auto in Brand zu setzen. Auch ein ehemaliger Mitarbeiter sollte verprügelt werden. Er habe dann aber die beiden potenziellen Opfer gewarnt. Damit stützte der Tschetschene die Anklage gegen die beiden Beschuldigten.

Auch der Ex-Geschäftspartner des Hauptangeklagten sagte vor Gericht aus und bestätigte, von dem Tschetschenen gewarnt worden zu sein. Er sagte auch, dass ihm dieser erzählt habe, zusammen mit der Angeklagten sein Auto sowie seinen Wohnort ausgekundschaftet zu haben.

 

Link

„Dahamist“
FPÖ-AUF-Polizei
http://www.dahamist.at/index.php/2016/08/15/fpoe-auf-und-die-polizei/

„Heute“
Drogen,Kinderpornos: FPÖ-Politiker, Polizist angeklagt
http://www.heute.at/politik/news/story/25521793


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